Das ist Bonkers Vintage

Das ist Bonkers Vintage


Kannst du dich noch an das erste Teil erinnern, das du in deinem Local Skateshop gekauft hast?





Wochenlang hast du dein Taschengeld gespart, sogar den Rasen der Nachbarn für ein bisschen extra Kohle gemäht, und dann kam die Stunde der Entscheidung: zwischen dem T-Shirt von World Industries mit Wet Willy, dem von Blind mit dem berühmten Reaper, dem Droors-Longsleeve. Jeder Gedanke an den von Hentai inspirierten Hook-Ups-Sweater war verloren — deine Eltern hätten dich umgehend zum Umtausch gezwungen, ein schamvoller Akt, den du dir nicht mal vorstellen wolltest. Aus dem gleichen Grund war alles, was die Grafiken von Mark McKee zierte, außer Reichweite. Trotzdem — oder gerade deswegen — war das Durchstöbern der Kleiderständer ein kleines Abenteuer: Hinter jedem T-Shirt, jedem Zip-Up-Pulli, lag eine unentdeckte Welt voller Teile, die du unbedingt haben musstest. Mit dem Kauf ging es dann im Stechschritt nach Hause, vor die Glotze, deine raubkopierte Version von Shorty’s Guilty gucken. Rein in die runtergerockten DC Lynx, vor die Tür, dein bis zur Unkenntlichkeit gechipptes Alien-Workshop-Board in der Hand (natürlich im Mall Grab). Es war an der Zeit, am Spot neben der Stadtbücherei, an dem schon deine Kumpels rumlungerten, mit dem neuen Shirt aufzuschlagen, das du am coolsten Ort des Universums erworben hattest. Stolz wie zehn nackte Josh Kalis.





Heute klickt man sich durch unzählige Produktseiten. Es gibt haufenweise Kram, aber etwas fehlt: Das Gefühl, etwas Unerwartetes aus nächster Nähe zu entdecken. Klar, man kann sich heute den meisten Retro-Kram, der auf 90er gemacht ist, leisten, aber allein dessen allgegenwärtige Verfügbarkeit führt schon zu einem schrumpfenden emotionalen Ertrag. Es ist einfach nicht der real deal.





Und da kommt Bonkers Vintage ins Spiel.





Momentan erleben wir, wie allseits bekannt sein dürfte, eine Renaissance der 90er und frühen 2000ern, einer Zeit, in der Skateboard-Grafiken teilweise so provokant waren, dass Kaufhaus-Skateshops sich weigerten, sie zu verkaufen. Es gibt gegenwärtig einige Bemühungen, diese bestimmte Ästhetik zu replizieren. Allein: Das einfache Kopieren der bisweilen giftigen Ironie von Künstlern wie McKee oder Sean Cliver lässt oftmals den Biss der vergangenen Tage vermissen.





Unser neuer Service, Bonkers Vintage, hat genau das zum Ziel: die vielfältige, teilweise kontroverse, und oft bewundernswerte Vergangenheit Skateboardings greifbar zu machen. In Kooperation mit dem Mannheimer Shop Shemonster Vintage, der von unserem guten Freund Bernhard „Bernie“ Glimm inhabergeführt wird, bringt euch Bonkers Vintage authentischen, originalen Skatestuff von Klamotten bis VHS-Kassetten. Ob ihr eure Sammlung vervollständigen wollt oder über alten Krempel auf dem Dachboden gestoßen seid, den ihr verkaufen wollt: Bonkers Vintage ist eine Plattform für alle, die jenseits des Neuen interessiert sind. Selbst wenn ihr nicht in den 90ern und 2000ern dabei gewesen seid, lohnt sich ein Blick: Es ist nämlich nie verkehrt, sein Geschichtswissen aufzufrischen. Manche Teile auf Bonkers Vintage sind stark getragen, manche sind wie neu. Einige Brands führen wir nicht in unserem regulären Sortiment, andere sind nicht mal mehr am Leben. Eines haben sie gemeinsam: Sie sind Zeitzeugen der Geschichte von Skateboarding. Bonkers Vintage wird ab morgen dem 20 Juni bei uns auf der Webseite online gehen.














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